22.01.2019 | Presseinformationen:

Zukunftsfragen – kontrovers Insektensterben stoppen – aber wie? Helfen gleiche Strategien für Stadt und Land?

Über das Thema „Insektensterben stoppen – aber wie? Helfen gleiche Strategien für Stadt und Land?“ diskutieren der Biologe Dr. Helmut Saucke, Kassel, und der Architekt Henri Greil, Braunschweig, am

Montag, 28. Januar 2019, 18.30 Uhr,
Hörsaal SN 19.7, TU-Altgebäude, Pockelsstraße 4.

Geht es der Biene mittlerweile in der Stadt besser als auf dem Land? Und müssen wir uns keine Gedanken mehr machen um das Insektensterben, weil doch die Städte immer mehr Blühstreifen anlegen und das auch noch mit geringerem Insektizid-Einsatz als auf dem Land? Die Bundesregierung arbeitet an einem „Aktionsprogramm Insektenschutz“. Die komplexen Ursachen und Folgen des Insektensterbens zeichnen ein bedrückendes Bild von den Umweltveränderungen der jüngeren Vergangenheit. Derzeit gelten von 3.500 Insektenarten 1.400 als gefährdet. Auch Wildbienenarten in Niedersachsen sind betroffen. Da Insekten weit unten an der Basis der Nahrungspyramide stehen und mehr als 80 Prozent der Blütenpflanzen weltweit von Insekten bestäubt werden, ist letztlich auch der Mensch gefährdet. Welches Ausmaß hat das derzeitige Insektensterben? Was kann dagegen getan werden? Was ist auf der politischen Ebene zu tun? Was kann in der Landwirtschaft und was von Privatpersonen unternommen werden? Helfen Bienenhotels und Blühstreifen? Gilt für Stadt und Land das Gleiche?

Der Biologe Dr. Helmut Saucke ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel. Er ist verantwortlich für Forschung und Lehre im Bereich landwirtschaftliche Insektenkunde.

Henri Greil hat Architektur und Bauingenieurwesen studiert. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaftsarchitektur etablierte er das Thema „Habitecture – Architekturen für Wildtiere“ Seit Oktober 2018 arbeitet er am Bundesinstitut für Bienenschutz des Julius Kühn-Instituts Braunschweig und koordiniert dort unter anderem in Kooperation mit der Stadt Braunschweig ein Projekt zur wildbienengerechten Stadtgestaltung.