2. Februar 2026 | Presseinformationen:

Kunst trifft Wissenschaft: Niedersachsen stärkt Spitzenforschung mit Millionenförderung

Mit rund drei Millionen Euro fördert das Land Niedersachsen aus Mitteln des Programms „zukunft.niedersachsen“ das transdisziplinäre Projekt „Grounding the Human: Niedersachsen“. Das Vorhaben des Science and Art Lab der TU Braunschweig bringt Forschende niedersächsischer Hochschulen mit internationalen Künstler*innen zusammen. Ziel ist es, neue Ideen für ein gesundes, zukunftsfähiges Leben in städtischen und ländlichen Räumen zu entwickeln sowie Kunst und Wissenschaft auf innovative Weise zu verknüpfen. Geplant sind unter anderem die Ausweitung des Artist-Residency-Formats, zwei Festivals sowie ein begleitendes Wirkungsmonitoring.

„Grounding the Human: Niedersachsen“ ist ein Projekt des Science and Art Lab im Projekthaus der TU Braunschweig und wird gemeinsam realisiert mit Forecast, einer Initiative von skills e.V. aus Berlin, die durch ein Mentoring-Programm innovative, kreative Praktiken internationaler Kunstschaffender fördert und begleitet. „Grounding the Human: Niedersachsen“ vernetzt Forschende niedersächsischer Hochschulen mit internationalen Künstler*innen und unterstützt deren Zusammenarbeit.

„Indem wir uns als TU Braunschweig dem Feld der Kunst öffnen und gemeinsame Projekte starten, schaffen wir neuartige Möglichkeiten des Austauschs, der Reflexion und Diskussion unserer breiten Spitzenforschung. Diese neuartigen Ansätze schließen die Ingenieurwissenschaften, Architektur, Lebens- und Sozialwissenschaften ein. Sie ermöglichen innovative Zugänge und tragen dazu bei, dass wir unserem gesellschaftlichen Auftrag auf vielfältige Weise gerecht werden – gerade auch für Menschen außerhalb der akademischen Welt“, kommentiert Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig, das Projekt.

Zukunft des Wohnens und Lebens

Die einzelnen Kollaborationsprojekte kreisen um das Themenfeld „Gesundes Leben – Gesunde Lebensräume“, das in der Agenda Zukunft Niedersachsen als zentraler Schwerpunkt beschrieben ist. Die Arbeitsphase von bis zu 24 Monaten wird durch internationale Expertinnen aus verschiedenen Disziplinen begleitet. Dadurch wird die Verflechtung künstlerischer Forschung mit der niedersächsischen Wissenschaftslandschaft gezielt gestärkt. Seitens der TU Braunschweig unterstützen unter anderem Prof. Elisabeth Endres, Prof. Almut Grüntuch-Ernst und Prof. Tatjana Schneider das Projekt als Multiplikatorinnen, um Wissenschaftler*innen aus dem Bereich der Architektur in die Kollaborationen einzubinden.

Neue Sichtweisen durch das Modell der „Artist Residency“

Das im Projekthaus der TU Braunschweig angesiedelte Science and Art Lab knüpft im Rahmen von „Grounding the Human: Niedersachsen“ an seine bisherigen, sehr erfolgreichen und in Deutschland noch raren Erfahrungen in der Verbindung von Kunst und Wissenschaft an. Geplant ist, die an der TU Braunschweig bereits etablierte Artist Residency auch an weiteren niedersächsischen Hochschulen zu initiieren. Im Rahmen dieses Formats ist jeweils ein*e Künstler*in für mehrere Monate an einer Hochschule zu Gast, um dort in Forschungslaboren und gemeinsam mit Wissenschaftler*innen zu arbeiten. Die Erfahrung zeigt, dass diese ungewöhnliche Konstellation neue Fragestellungen hervorbringt und Perspektiven auf teils eng abgesteckte Wissensfelder erweitert.

Zwei Festivals und Wirkungsmonitoring

Für „Grounding the Human: Niedersachsen“ sind zwei Festivals geplant, in denen die entstandenen Ergebnisse – von Designobjekten bis hin zu audiovisuellen Installationen – einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Von Beginn an ist zudem ein Wirkungsmonitoring durch das Fraunhofer-Institut CeRRI vorgesehen, das die transdisziplinären Forschungsansätze bereits im Projektverlauf evaluiert.

Mit „Grounding the Human: Niedersachsen“ trägt die TU Braunschweig zur methodischen Innovation, zur interdisziplinären Wissensproduktion und zur internationalen Sichtbarkeit Niedersachsens als innovativem Wissenschaftsstandort bei.

Über das Science and Art Lab

Das Science and Art Lab der Technischen Universität Braunschweig ist eine Plattform, die Kunst und Spitzenforschung zusammenbringt, um den Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft zu fördern. Ziel ist es, neue Perspektiven auf komplexe Themen zu eröffnen und Denkanstöße zu geben. Das Lab schafft Räume für Experimente, Ausstellungen, Vorträge, Filmabende und Residenzen, in denen Wissenschaftler*innen und Künstler*innen zusammenarbeiten und gemeinsam Brücken zwischen abstrakten Forschungsthemen und der Öffentlichkeit schlagen.