Grundsteinlegung des Physik-Neubaus Neues Tor zum Campus Ost der TU Braunschweig
Am 16. Februar 2026 erfolgte die symbolische Grundsteinlegung für den Neubau der Physik der Technischen Universität Braunschweig. Dies ist der dritte Lehr- und Forschungsneubau, den die TU Braunschweig und das Land Niedersachsen in den zwei Jahren gemeinsam begonnen haben. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Prof. Dr. Anja Hesse, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig, legte TU-Präsidentin Prof. Dr. Angela Ittel eine Zeitkapsel in den Grundstein. Der rund 72,4 Millionen Euro teure Neubau wird Studierenden und Forschenden der Physik hervorragende Bedingungen für Forschung und Lehre bieten.

Wissenschaftsminister Falko Mohrs und TU-Präsidentin Angela Ittel legten gemeinsam die Zeitkapsel in den Grundstein. Bildnachweis: Christian Bierwagen/TU Braunschweig
Das neue Forschungs- und Lehrgebäude entsteht auf dem Grundstück des ehemaligen Chemiegebäudes, das 2024 abgerissen wurde. Es ersetzt das stark sanierungsbedürftige bisherige Gebäude der Physik in der Mendelssohnstraße 3. Als straßenbegleitendes Bauwerk entlang der Hans-Sommer-Straße wird es künftig den Eingang zum Campus Ost der TU Braunschweig markieren.
Der Neubau bietet den Physik-Instituten Raum für modernste Forschung und Lehre: Auf der Hälfte der Fläche entstehen im nördlichen Gebäudetrakt Labore sowie Mess- und Wägeräume – darunter Reinräume und speziell gedämpfte Messräume für schwingungsempfindliche Versuche. Ergänzt wird das Angebot durch eine Heliumverflüssigungsanlage und eine Werkstatt mit Materiallager.
Architektur und Nachhaltigkeit
Im südlichen Gebäudeteil sind Büroarbeitsplätze, Seminarräume und Hörsäle untergebracht. Ein mehrgeschossiges, lichtdurchflutetes Foyer verbindet die Ebenen und schafft eine direkte Verbindung von der Hans-Sommer-Straße zum Campus Ost. Im Erdgeschoss entstehen weitere studentische Arbeitsplätze mit Zugang zum begrünten Innenhof, an dessen Rand sich auch die Seminarräume im Obergeschoss anordnen. Über dem vierten Geschoss erstreckt sich eine halbe Etage, in der die zentrale Haustechnik untergebracht ist.
Nachhaltigkeit spielt bei der Errichtung eine zentrale Rolle: Das Gebäude und seine technische Ausrüstung sollen eine ressourcenschonende Bewirtschaftung ermöglichen. Beispielsweise wird Abwärme durch effiziente Wärmerückgewinnungsanlagen sowie die gesamte freie Dachfläche mit Photovoltaik-Modulen zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks genutzt.
Abschluss einer Kette von Ersatzbauten
Bereits Ende 2024 und im Sommer 2025 wurden die Grundsteine für die Neubauten von Chemie und Pharmazie gelegt. Die Grundsteinlegung für den Neubau des Physik-Lehr- und Forschungsgebäudes ist nun die dritte in dieser Kette. Die Eröffnungen der drei Gebäude sind sukzessive ab 2027 geplant.
Stimmen zur Grundsteinlegung
Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur:
„Gute Lehre und leistungsstarke Forschung brauchen nicht nur kluge Köpfe, sondern auch den richtigen Raum: moderne Labore, funktionale Hörsäle, zeitgemäße Arbeitsplätze und Bereiche für Kommunikation und Zusammenarbeit. Der Neubau der Physik schafft diese Voraussetzungen: Hier investieren wir als Land in ein modernes und nachhaltiges Lehr- und Forschungsgebäude, das sich zusammen mit den bereits begonnenen Neubauten für Chemie und Pharmazie in die schrittweise Erneuerung des naturwissenschaftlichen Campus einfügt. Damit stärken wir den Stellenwert der TU in der internationalen Forschung und ihre Funktion als Impulsgeberin für die Wirtschaftsregion Braunschweig.“
Prof. Dr. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig:
„Ich bin sehr dankbar, dass wir diesen Bau nun realisieren können – es war höchste Zeit: Denn der Zustand des derzeitigen Physikgebäudes war nicht mehr haltbar, weder für Forschende noch für Studierende. Dabei wird in der Physik an unserer Universität auf höchstem Niveau geforscht – etwa im Exzellenzcluster QuantumFrontiers, mit dem wir international sichtbar sind. Wenn wir Wissenschaft auf Weltklasseniveau erwarten, müssen wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen: Räume, in denen Forschung nicht nur stattfindet, sondern gedeiht. So schauen wir sehr viel zuversichtlicher in die Zukunft.“
Prof. Dr. Anja Hesse, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Stadt Braunschweig:
„Ein neues Kapitel der Physik wird heute in Braunschweig aufgeschlagen. Frau Professor Ittel möchte ich gratulieren, dass es gelungen ist, mit der Grundsteinlegung für den Neubau der Physik der Technischen Universität Braunschweig in einer der zentralen Fakultäten dieser Universität nun optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und damit den Stellenwert der TU in der internationalen Lehre und Forschung zu stärken. Herrn Minister Mohrs danke ich dafür, dass die Landesregierung der TU Braunschweig die Errichtung moderner und nachhaltiger Räumlichkeiten ermöglicht, indem sie das Bauvorhaben mit einer hohen zweistelligen Millionensumme unterstützt. Schließlich ist dieser Neubau auch ein weithin sichtbares Bekenntnis der Landesregierung für den Wissenschaftsstandort Braunschweig.“
Prof. Dr.-Ing. Eduard Jorswieck, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik:
„Die Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Physik sehnt das neue Physikgebäude herbei. Der Neubau wird eine ausgezeichnete technische Infrastruktur für exzellente Forschung bieten. Er liegt zentral gegenüber dem Haus der Elektrotechnik und neben dem LENA und ist damit für Studierende sehr attraktiv.“