Code of Conduct: Ein Kompass für unser Miteinander
Mit dem neuen „Code of Conduct“ formuliert die TU Braunschweig sieben Prinzipien für einen respektvollen, fairen und verantwortungsbewussten Universitätsalltag.

Der „Code of Conduct“ der TU Baunschweig in gedruckter Form. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig
Eine Universität lebt von engagierten Mitgliedern, mutigen Ideen, innovativer Forschung und bereichernden Kooperationen. Sie lebt auch davon, wie Menschen einander begegnen: im Seminarraum, im Labor, in der Verwaltung, in der Mensa, in E-Mails, Meetings und Diskussionen und in der Kooperation mit ihren Partnern. Jeden Tag zeigt sich in vielen kleinen Momenten, ob die Universität ein Ort ist, an dem ihre Mitglieder gerne lernen, lehren, forschen und arbeiten.
Die TU Braunschweig hat derzeit knapp 20.000 Mitglieder. Hier kommen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Anliegen und Hintergründen zusammen. Umso wichtiger ist ein gemeinsames Verständnis davon, was ein gutes Miteinander ausmacht.
Zusammenarbeit lebt nicht nur von Chancen. Sie lebt von Vertrauen. Ein Code of Conduct (CoC), Kompass für ein gutes Miteinander, ist längst mehr als ein internes Papier. Er ist eine zunehmend geforderte Vorrausetzung für Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, und Gesellschaft. Die TU Braunschweig wird mit der Ecoversity Initiative noch enger und kraftvoller mit ihren Partnern im Ökosystem zusammenarbeiten, daher war jetzt der richtige Zeitpunkt, diesen Rahmen zu setzen.
Ganz konkret sind im CoC sieben Leitprinzipien formuliert, die sich an alle Mitglieder der TU Braunschweig richten: an Studierende, Mitarbeitende, Lehrende und Führungskräfte und an ihre Kooperationspartner.
Die sieben Kernprinzipien sind:
- wertschätzende und diskriminierungsfreie Kommunikation,
- Vielfalt und Chancengerechtigkeit,
- eine verantwortungsvolle Führungskultur,
- faire Arbeits- und Studienbedingungen,
- Forschungsintegrität und -ethik,
- Transparenz in externen Kooperationen,
- Nachhaltigkeit und Resilienz.
Entstehung und Bedeutung des Code of Conducts
Der Bedarf und das Bestreben nach einem CoC bestanden bereits seit vielen Jahren. Präsidentin Angela Ittel gab dann 2024 den Anstoß dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. In den folgenden knapp zwei Jahren erarbeitete eine Senatsarbeitsgruppe mit rund 12 Mitgliedern aus Forschung, Verwaltung und Studium den CoC. Am 10. Dezember 2025 verabschiedete ihn der Senat der TU Braunschweig einstimmig.
„Ein Code of Conduct ist mehr als ein internes Papier. Er macht sichtbar, wie wir miteinander arbeiten wollen. Das ist relevant und zeitgemäß, denn er schafft damit auch nach außen eine verlässliche Grundlage für Kooperationen in Wissenschaft und Wirtschaft.“ – Prof. Sabrina Zellmer, Professorin für Batterie- und Brennstoffzellen-Prozesstechnik und Arbeitsgruppenmitglied des CoC
Der Code of Conduct wirkt nur, wenn wir ihn im Alltag auch wirklich leben. Er zeigt nicht nur, wofür wir als Universität stehen, sondern gibt uns eine gemeinsame Orientierung für den Umgang miteinander“ – Marianne Putzker, Personalrat und Arbeitsgruppenmitglied des CoC
„Ich danke allen Beteiligten, die diesen Prozess vorangebracht haben. Diese Leitlinien sind ein starkes Zeichen. Denn Demokratie lebt in der Wissenschaft davon, wie wir miteinander umgehen, wie respektvoll wir sind und inwieweit wir Verschiedenheit als Bereicherung verstehen.“ – Prof. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig
Aktiv den CoC sichtbar machen
Bitte unterstützen Sie uns dabei, den CoC an der TU Braunschweig sichtbar zu machen und ein gutes Miteinander zu stärken. Unter anderem auch dadurch, dass Sie die versandten Plakate in Ihren Räumlichkeiten aushängen können. So tragen Sie dazu bei, die sieben Kernprinzipien im Alltag in Ihrem Arbeitsumfeld sichtbar und präsent zu halten.
Wenn Sie Materialien benötigen oder Fragen zum CoC haben, wenden Sie sich gern an Anouk Almstedt.