Architekturstudierende räumen beim Lavespreis ab Sieben Auszeichnungen gehen an die TU Braunschweig
Großer Erfolg für die Architekturstudierenden der Technischen Universität Braunschweig beim Lavespreis 2025: Die Jury ehrte gleich sieben Arbeiten aus dem Department Architektur. Auch die beiden ersten Preise gingen nach Braunschweig. Der Lavespreis wird jedes Jahr von der Lavesstiftung an Studierende der Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung an niedersächsischen Universitäten und Hochschulen vergeben.
Zum Lavespreis 2025 waren mehr als 100 Einreichungen aus ganz Niedersachsen eingegangen. Mit insgesamt sieben Auszeichnungen zählt die TU Braunschweig zu den erfolgreichsten Hochschulen des diesjährigen Wettbewerbs. Der Vorstandsvorsitzende der Lavesstiftung Robert Marlow und der Juryvorsitzende Professor Volker Droste von der Jadehochschule Oldenburg überreichten am 22. Januar die mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Auszeichnungen. Die Jury hatte zwei gleichwertige Arbeiten mit dem ersten Preis (jeweils 1.500 Euro) prämiert.
Laura Leinert überzeugte die Jury mit ihrer am Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik (ISE) entstandenen städtebaulichen Arbeit „Nächster Halt: Rodenkoppel“. Ebenfalls einen ersten Preis erhielt Milena Marie-Antoinette Nitsche für ihre am Institut für Entwerfen und Raumkompostion (IAD) vorgelegte Masterthesis „Gjenopplive Smelteverket – Zwischen Tourismus & Industrie – Transformation des Schwerindustrie-Standorts Odda“.
Laura Leinert widmet sich in ihrem Entwurf einem Hafengebiet in Lübeck, das nördlich der Altstadt zwischen der Trave und der Bahnstrecke von Hamburg nach Fehmarn liegt. Ausgangspunkt ihrer Auseinandersetzung ist die bevorstehende Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels und die damit verbundenen neuen Perspektiven für Tourismus, Wohnen und Forschung am Standort Roddenkoppel.
Milena Nitsche behandelt in ihrer Masterarbeit die Umnutzung einer ehemaligen Karbidfabrik in Odda, Norwegen. Die im Jahr 2003 stillgelegte Fabrikanlage soll zu einem Ort für Tourismus und Aktivitäten werden. Geplant sind ein Industriemuseum, das die Historie des Ortes dokumentiert und Teile der Anlage integriert, sowie ein Campus für traditionelles und modernes Handwerk mit dem Schwerpunkt Obstbau.
Neben den beiden ersten Preisen ging ein Sonderpreis an Ole Frieling und Gujejiani Ketevan für ihren Entwurf „reziproof“. Vier weitere gelungene Projekte aus Braunschweig wurden mit Anerkennungen gewürdigt: „codename BALDRIAN | Wiener Werkstätten 2.0” von Leon Krug und Luzia Gödde, „PostPost – Frankfurt am Main” von Alexandra Dücker und Robert Sievert, „Stadtbaustein Kleingarten, Das Urbane Dorf” von Leon Kremer sowie „Wohnen en bloc” von Julius Brandis.
Mit dem Lavespreis werden von der Lavesstiftung jedes Jahr Arbeiten von Studierenden aus ganz Niedersachsen ausgezeichnet, die sich der ganzheitlich-komplexen Qualität des Entwurfs widmen und dabei Gedanken zur Nachhaltigkeit berücksichtigen.
