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Vertrauen in Wissenschaft als Grundlage für und Ziel von Wissenschaftskommunikation 23. November 2022 | 18:30 Uhr - 19:30 Uhr

Naturwissenschaftliche Erkenntnisse und technische Entwicklungen prägen die gesellschaftliche Entwicklung. In welcher Beziehung, in welchem Wechselspiel stehen technisch-naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungsprozesse? Was macht eine Gesellschaft „reif“ für „Neues“ und welche Voraussetzungen muss „Neues“ erfüllen, damit die Menschen es akzeptieren? Wie kommt Akzeptanz zustande, welchen Einflüssen und Parametern unterliegt sie?

Mit großer Dynamik kann seit dem Beginn der Industrialisierung jede technische Entwicklung mit der Auslösung gesellschaftlicher Änderungsprozesse verbunden gesehen werden, wie z.B. die Auswirkungen der Entwicklung der Eisenbahn auf die Mobilität der Menschen, oder die der Entwicklung des Rundfunks und dadurch rasch verfügbarer Informationen. Und es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele aus den letzten 150 Jahren.

Heute sehen wir uns u.a. in einem atemberaubenden Digitalisierungsprozess, der unser Leben und die Gesellschaft zunehmend prägt. Und der Klimawandel macht uns klar, dass die Menschen sich anders verhalten müssen und geeignete Technologien für einen verantwortbaren Umgang mit Ressourcen unverzichtbar sind. Doch glaubt gleichzeitig ein beträchtlicher Teil der Menschen, dass Technik mehr Probleme verursacht als löst und dass technische Entwicklung nicht helfen kann, zentrale Menschheitsfragen wie Hunger und Klimawandel zu lösen.

Was werden uns neuere Erkenntnisse und Entwicklungen z.B. in der Quantenphysik und in der Gentechnologie in der Zukunft bringen? Welche Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten werden autonome Verkehrssysteme haben können? Wie wird der Mensch mit der zunehmenden Künstlichen Intelligenz von Maschinen umgehen? Woher nehmen wir in der Zukunft elektrische Energie und wie ändert sich dadurch unser Leben? Welches Potenzial für gesellschaftliche Entwicklungen bergen künftig zu erwartende Erkenntnisse und Technologien und werden die helfen können, drängende Probleme zu lösen?

„In Bewegung: Technologischer Wandel und Gesellschaft“

Unter diesem Titel wirft die Vortragsreihe der Akademievorlesungen im Schloss im Jahr 2022 mittels thematischer Schlaglichter einen Blick in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft technischer Entwicklungen und auf deren spannende Beziehung zu Veränderungsprozessen in der Gesellschaft.

Referent*in

Dr. Friederike Hendriks, Institut für Pädagogische Psychologie, TU Braunschweig

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