Gruppenprozesse wirksam leiten 4. November 2026 - 5. November 2026 | 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Lehrveranstaltungen mit Studierenden erfordern von Lehrenden das Handeln in der Rolle als Gruppenleitung. Herausforderungen bestehen u.a. darin, unterschiedlich große Studierendengruppen schnell in eine gemeinsame produktive Arbeitsfähigkeit zu führen, mit Diversität und den daraus resultierenden Spannungen umzugehen, Möglichkeiten der Beteiligung zu organisieren, Regeln des Miteinanders und der Zusammenarbeit zu etablieren und auf Störungen zu reagieren, die die Arbeits- und Lernfähigkeit der Gruppe beeinträchtigen.
In diesem Workshop werden ausgewählte, grundlegende Begriffe, Konzepte und Modelle aus dem Wissensgebiet der Gruppendynamik thematisiert. Diese werden auf spezifische Aspekte der Gruppenleitung in Lehrveranstaltungen bezogen mit dem Ziel, die Handlungsmöglichkeiten in der Leitung von Gruppen zu reflektieren und zu vergrößern. Es besteht die Möglichkeit in einer Arbeitseinheit konkrete Fragen und Anliegen aus der Praxis der Teilnehmenden zu besprechen.
Am Ende des Workshops können die Teilnehmenden …
• …. mit Hilfe des Modells der drei Steuerungsmodi in Gruppen (Stahl 2017) Gruppenprozesse reflektieren und die Vor- und Nachteile der drei Modi erklären.
• … ihr Selbstverständnis in der Rolle als Gruppenleitung klären und ihre Wirksamkeit in der Führung von Lerngruppen mit Hilfe von empirisch relevanten Aspekten einschätzen.
• … persönliche Stärken und Entwicklungsbereiche in der Rolle als Gruppenleitung klären.
• … Gruppenprozesse in Lehrveranstaltungen mit dem Phasenmodell von Tuckman (1965) analysieren und daraus spezifische Aufgaben der Gruppenleitung in den Phasen ableiten.
• … Gruppenkulturen mit dem Riemann-Thomann-Modell reflektieren und daraus spezifische Stärken und Schwächen in der Arbeitsfähigkeit von Gruppen ableiten.
Referent*in
Jens Krey, M.A.
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