Kategorie: | Veranstaltungsgruppe:

Zypern – Schmelztiegel der Völker, Kulturen und Religionen 04.05.2018 | 10:00 Uhr - 11:30 Uhr

Die nach Sizilien und Sardinien drittgrößte Insel im Mittelmeer kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Überreste von Siedlungen und Nekropolen zeugen von einer Besiedlung der Insel bereits in der Jungsteinzeit, sowohl Griechen als auch Phönizier siedelten auf der Insel. Vom 8. – 3. Jh. v. Chr. kontrollierten nacheinander die Assyrer, die Ägypter und die Perser die Insel. Im 1. Jh. n. Chr. wurde sie schließlich in das Römische Reich eingegliedert und durch den Apostel Paulus christianisiert.
Eindrucksvolle Grabungen antiker Stätten zeugen von der langen Siedlungskontinuität und der Blüte der Städte in der Zeit als römische Kolonie: In Kourion und Paphos im Süden und Salamis im Norden der Insel haben sich prunkvolle „Königsgräber“ aus dem 7. Jh. v. Chr., griechische und römische Thermenanlagen, Theater und Heiligtümer sowie Wohnhäuser mit farbenfrohen Mosaiken erhalten, die lebendig die griechische und römische Götter- und Sagenwelt vor Augen führen. Von der Christianisierung der Insel zeugen einige frühchristliche Basiliken. Zeugnis der herausragenden Kunst byzantinischer Zeit auf Zypern sind die zahlreichen, wunderschön ausgemalten Kirchen im Troodos-Gebirge aus dem 11. bis 15. Jh., von denen zehn zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.
Die Veranstaltung legt ihren Schwerpunkt auf das klassisch-antike und christlich-byzantinische Zypern und gibt einen Überblick über die schönsten archäologischen Stätten dieser Epochen, aber auch einen Ausblick auf die wechselvollen Jahrhunderte unter der Herrschaft der Lusignan und der Venezianer bis zur Eroberung der Insel durch die osmanischen Türken im Jahr 1571.

Referent/in

Dr. Wiebke Schulz-Wackerbarth

Zur Website der Veranstaltung →
Veranstaltung im Kalender speichern →