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Zufall oder Notwendigkeit? 19.04.2017 | 16:45 Uhr - 18:15 Uhr

Zufall oder Notwendigkeit? Zur Generalisierbarkeit sozialwissenschaftlicher Befunde Die Generalisierbarkeit empirischer Befunde wird in den Sozialwissenschaftlichen oft als statistisches Problem verstanden. Gerade in praxisnahen Settings und in der klinischen Forschung ist das Modell der zufälligen Ziehung aus einer vorab spezifizierten Population aber meist unrealistisch. Die statistische Generalisierung empirischer Befunde ist somit oft fragwürdig. Der Vortrag nähert sich dem Konzept der Generalisierbarkeit daher aus einer anderen Perspektive: Generalisierung wird nicht als statistischer Schluss von einer Zufallsstichprobe auf eine Population verstanden, sondern als logische Verallgemeinerung von Einzelbefunden auf andere, ähnliche Fälle. Generalisierbarkeit in diesem Sinne wird als abgeschwächte Form logischer Notwendigkeit verstanden und entsprechend als Modalität ähnlichkeitsbasierten Schlussfolgerns modelliert. Die Formalisierung dieser Vorstellung in Gestalt einer mehrwertigen modalen Logik eröffnet neue Einsichten in das Prinzip der Generalisierung, sowie konkrete Anwendungsmöglichkeiten für Forschung und Praxis.

Referent/in

Dr. Matthias Buntins

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