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Wühltiere in, an und auf Deichen / Dämmen 12.07.2017 | 13:15 Uhr - 14:45 Uhr

Für bestimmte Tierarten sind vom Menschen geschaffene Einrichtungen und Bauwerke ausgesprochen attraktiv, da sie hier zeitlich und räumlich besonders günstig ihre Ansprüche an den Lebensraum befriedigen können.

Das gilt neben Gräben und ausgebauten Gewässerstrecken besonders für Deiche und Dämme, an denen einige Säugetierarten den Deichkörper durch ihre Grabarbeit so stark in Mitleidenschaft ziehen können, dass die Sicherheit stellenweise gefährdet wird. Das Vorkommen von wühlenden Säugetierarten auf Deichen / Dämmen hat sich in den letzten Jahren, bedingt durch unterschiedliche Gründe, erhöht und teilweise konzentriert.

Zu diesen Tierarten zählen nicht nur die semiaquatischen, d. h. ufergebunden lebenden Säugetierarten, sondern auch terrestrische Arten. Es bedarf einer differenzierten ökonomischen und ökologischen Schadensanalyse, um im Einzelfall zu entscheiden, ob Regulierungsmaßnahmen erforderlich und sinnvoll sind. In sensiblen Bereichen mit hohem Gefahren- und Schädigungspotenzial sollte ein systematisches Management von wühlenden Säugetierarten unter Beachtung der Schutzbestimmungen das Ziel sein, um die Besiedlungsdichte auf einem niedrigen Niveau zu halten. In vielen Fällen wird Objektschutz ausreichend sein, indem durch bauliche Maßnahmen Schadensvermeidung betrieben wird.

Referent/in

Dipl.-Geogr. Georg Schrenk, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA), Hennef

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