Kategorie: | Veranstaltungsgruppe:

„Wie kam Hitler in die Köpfe der Deutschen?“ Zur Psychologie des Faschismus – Eine Spurensuche im deutschen Spielfilm der Jahre 1918-1945 12.01.2018 | 18:30 Uhr - 21:30 Uhr

Im Filmschaffen der Jahre 1918-1945 spiegeln sich die Nöte, Ängste und Sehnsüchte der Menschen in der problemgeladenen Weimarer Republik und der NS-Zeit. Siegfried Kracauer zeigt in seinem Buch „Von Caligari zu Hitler“(1948), dass die auf der Leinwand gezeigten Befindlichkeiten populärer Spielfilme zum Teil oder ganz der nationalsozialistischen „Weltanschauung“ entsprachen. Das Seminar bietet ausgewählte Szenen aus den Filmklassikern jener Zeit vor und nach 1933: von „Metropolis“ (1926) zu „Jud Süss“ (1940), von „Caligari“(1919) zu „Kolberg“ (1945). Anhand der Spots beleuchten wir die psychische Befindlichkeit des deutschen Volkes im Spiegel des Mediums Film vor und nach 1933. Wir erklären die spezifische Empfänglichkeit eines Teiles der Deutschen für Hitler und die Funktionsweise des größten europäischen Film-Konzerns Ufa (1917-1945) als Propaganda-Maschine. Berühmte Schauspieler (Hans Albers, Zarah Leander etc.) und Regisseure (Fritz Lang, Veit Harlan etc.) stellten sich nur zu oft in den Dienst der Propaganda. Die Veranstaltung wird ergänzt durch einen Exkurs zur „Psychologie des Faschismus“ nach Erich Fromm.
Der Referent ist Soziologe und Buchautor zum Thema („Liebe, Ehe und Partnerwahl zur Zeit des Nationalsozialismus. Eine soziologische Semantikanalyse.“)

Referent/in

Dr. Torsten Reters

Zur Website der Veranstaltung →
Veranstaltung im Kalender speichern →