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„Wer‘s glaubt, wird selig?“ Chancen und Risiken der Religion für Seele und Gesellschaft: Gottesvorstellungen und gelingendes Leben auf dem Prüfstand 14.09.2018 | 18:30 Uhr - 21:30 Uhr

Vernunft und Glauben steuern unser Leben. Während sich die Vernunft auf Fakten bezieht, stützt sich Glauben auf „Wahrheiten“, die sich der Überprüfbarkeit entziehen. Die Trennung der Erkenntniswege von Glauben und Vernunft muss unbedingt aufrecht erhalten werden, denn persönliche und nationale Allmachtphantasien werden nur zu oft mit Bezug auf das Religiöse und dessen „Unfehlbarkeit“ entfesselt.
Dies zeigt sich mit Blick auf den „Nationalsozialismus“, aber auch bezüglich „moderne Gotteskrieger“. Religiöse (und esoterische) „Rückbesinnungen“ sind in vielen Teilen der Welt (USA, Türkei, Russland usw.) en voque. Sie gefährden nicht nur die Errungenschaften der aufgeklärten Moderne (Freiheit des Einzelnen, Wohlstand, Rechtssicherheit). Sie verhindern auch die Entfaltung des humanistischen Potentials der Weltreligionen.
Auf den Spuren von Soziologen (wie Erich Fromm und Niklas Luhmann), Theologen (Martin Luther), Philosophen (Leszek Kolakowski) und Anstößen aus fremden Religionen (u. a. Buddhismus) diskutieren wir nicht nur die Gefahren einer „totalen Religion“ für Psyche und Gesellschaft, sondern auch, was der Glaube zum gelingenden Leben beitragen kann.

Referent/in

Dr. Torsten Reters

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