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Weltenbummler: Reisende Komponisten und ihre musikalischen „Souvenirs“ 11.06.2018 | 17:00 Uhr - 18:30 Uhr

Als Antonín Dvořák im September 1892 mit dem Dampfschiff von Bremen nach New York reiste, hatte er eine wichtige Mission vor sich: Er sollte als Leiter des New Yorker Konservatoriums den Amerikanern eine eigene „nationale Musik“ bescheren. Dvořák, der Komponist tschechischer Nationalmusik, ließ sich in Amerika von afroamerikanischen und indianischen Liedern inspirieren, die in seine berühmt gewordene 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ sowie in zwei „amerikanische“ Kammermusikwerke einflossen.
Dvořák ist nur ein Beispiel für eine ganze Reihe von Komponisten im 19./20. Jahrhundert, die sich auf teils beschwerliche Reisen begaben und ihre von der Landschaft, den Kulturschätzen und der Musik des jeweiligen Landes gewonnenen Eindrücke in ihrer Musik verarbeiteten. Im Spannungsfeld zwischen der Fremde und der durch die eigene Heimat geprägten Identität fanden sie Inspirationen für eine Erweiterung ihrer musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten.
In diesem Kurs begleiten wir u. a.

  • Felix Mendelssohn Bartholdy nach England und Schottland
  • Félicien David in die Wüste
  • Richard Strauss nach Italien
  • Antonín Dvořák und Ferruccio Busoni nach Amerika
  • Camille Saint-Saëns nach Ägypten
  • Carl Nielsen nach Griechenland
  • George Gershwin nach Europa und
  • Benjamin Britten nach Bali

Referent/in

Dr. Petra Zimmermann

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