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Warum WWW Server für spezielle Themen als Ergänzung zu Suchmaschinen und … 03.02.2017 | 15:00 Uhr - 16:30 Uhr

… Wissenssammlungen wie Wikipedia notwendig sind

Suchmaschinen und Wissenssammlungen wie Wikipedia reichen für viele Aufgaben nicht aus. Es beginnt mit der Tatsache, dass die Quelle der Informationen meist unbekannt ist und daher die Richtigkeit/Objektivität oft nicht feststellbar ist. Während uns Suchmaschinen mit repetetiven tausenden Informationsstücken überhäufen, bietet uns Wikipedia zu einem Thema häufig nur einen Beitrag an. Nicht nur kann man sich fragen, wie kontroversielle Themen wie Atomkraft, Gentechnik, Klimaerwärmung usw. in einem Beitrag abgehandlet werden können (ohne mehr oder minder mit Kompromissen zu enden), sondern es berücksichtigen die Beiträge auch den Wissensstand der fragenden Personen nicht: Was sollen z. B. Kinder mit 12 Jahren mit einer Erklärung von kinetischer Energie anfangen, wenn darin Differentialgleichungen enthalten sind, wobei sie den Begriff „Differentialgleichung“ gar nicht kennen? Oder umgekehrt, was macht ein Mediziner mit einer Trivalbeschreibung eines Arzneimittel, für das er Nebenwirkungen mit anderen dringend in Erfahrung bringen muss? Warum gibt es nicht mehr Kommunikation zwischen Verfassern von Beiträgen und Lesern? Warum soll nicht wertvolles gedrucktes Material unverändert angeboten werden? Am Wichtigsten ist es aber zu verstehen, dass wir nicht nur eine Sammlung von Multimediaelementen wünschen, sondern ein „Labor“, mit dem wir experimentieren können.

An Hand eines konkreten großen Systems wird gezeigt, wie man alle Forderungen ganz gut unter einen Hut bringen kann. Der Vortrag wird in mehrerer Hinsicht Neues zeigen und den Beweis erbringen, was man alles erreichen kann. Über 90 % der Zeit werden Elemente eines Systems vorgeführt werden, die inhaltlich interessant oder unterhaltsam sind, deren Benutzung und Verwebung miteinander und als Experimentierbasis die wirkliche Mächtigkeit des Systems zeigen wird. Der Vortrag ist auf einer technischer Ebene so ausgelegt, dass er für Interessierte aller Fachgebiete, auch wenn diese kaum Informatikkenntnisse jenseits der Bedienung des WWW besitzen, verständlich und verblüffend sein wird.

Referent/in

Prof. Dr. Hermann Maurer, Informatik, TU Graz, Österreich

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