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Unentdecktes entdecken – Jüdische Sachkultur in Niedersachsen und Bremen 28.09.2016 | 10:00 Uhr - 16:30 Uhr

Herbsttagung des Arbeitskreises Geschichte der Juden der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen
Organisation: Rebekka Denz (Komm. Sprecherin des AK Geschichte der Juden, HiKo), Dr.-Ing. Katrin Keßler, PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke und Mirko Przystawik (alle: Bet Tfila. Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, TU Braunschweig).

img_0779a„Dinge nehmen in der Hierarchie der Quellen nur einen untergeordneten Platz ein und werden meist erst dann wichtig, wenn schriftliche Quellen fehlen.” (Quelle: Andreas Ludwig: Materielle Kultur, auf: Docupedia-Zeitgeschichte)

Als Forschungsfelder der Materiellen Kultur können alle Dinge, Sachen, Objekte und Artefakte in ihren jeweiligen Konstellationen und Kontexten dienen. Mithilfe der Analyse der Sachkultur lassen sich zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen einbinden – so auch die Geschichtswissenschaft -, die sich mit der jüdischen Kultur auseinandersetzen. Derzeit befindet sich die weitgehend textfokussierte Geschichts- und Kulturwissenschaft in einem „material turn”. Die Einbeziehung der Materiellen Kultur schlägt sich auch in der Erforschung der jüdischen Geschichte nieder.

Die Herbsttagung knüpft an dieser „Wende” an und widmet sich der „Jüdischen Sachkultur in Niedersachsen und Bremen”. In den Vorträgen werden Forschungsergebnisse („Unentdecktes entdeckt”) sowie laufende oder geplante Forschungsprojekte zum Thema („Unentdecktes entdecken”) präsentiert. Vor den Vorträgen (Alter Senatsaal, TU Braunschweig, ab 11.30 Uhr) wird eine Führung durch die Jüdische Abteilung des Braunschweigischen Landesmuseums (Ausstellungszentrum Hinter Aegidien, 10.00-11.00 Uhr) angeboten. Das zentrale Exponat im Museum ist ein Zeugnis der jüdischen Sachkultur, die Ausstattung der Hornburger Synagoge.

Organisatorischer Hinweis:
Der Transfer vom Braunschweigischen Landesmuseum, Ausstellungszentrum Hinter Aegidien zur TU Braunschweig mit dem ÖPNV oder dem eigenen Privatwagen erfolgt auf eigene Kosten. An der TU Braunschweig besteht in der Mittagspause die Möglichkeit, auf eigene Kosten die Mensa oder umliegende Restaurants zu besuchen. Für die Unterstützung der Kaffeepausen danken wir herzlich der Stadt Braunschweig!

 

Mittwoch, 28.9.2016, 10.00 bis 16.30 Uhr
10-11 Uhr: Führung im Braunschweigischen Landesmuseum, Ausstellungszentrum Hinter Aegidien, 38100 Braunschweig
11.30-16.30 Uhr: Tagung an der TU Braunschweig, Senatssaal, Altgebäude, Pockelstr. 4, 38106 Braunschweig

 PROGRAMM

  • 10.00 -11.00 Uhr Unentdecktes entdeckt Ia
    Die Inneneinrichtung der Synagoge in Hornburg – Führung durch die Jüdische Abteilung des Braunschweigischen Landesmuseums (Ausstellungszentrum Hinter Aegidien)
    Dr. Hans-Jürgen Derda, Braunschweigisches Landesmuseum
  • 11.00 – 11.30 Uhr Fahrt von Hinter Aegidien zur TU Braunschweig
  • 11.30 – 11.45 Uhr Begrüßung
    Dr. Anja Hesse, Kulturdezernentin der Stadt Braunschweig
    Rebekka Denz (AK Geschichte der Juden),
    Dr.-Ing. Katrin Keßler, PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke (Bet Tfila – Forschungsstelle, TU Braunschweig)
  •  11.45 – 12.30 Uhr Unentdecktes entdeckt Ib
    Die jüdische Gemeinde in Hornburg und die Spuren ihrer Sachkultur
    Dr. Sybille Heise, Stadtarchiv Hornburg, und Mirko Przystawik, Bet Tfila – Forschungsstelle, TU Braunschweig
  • 12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause
  • 13.30 – 15.00 Uhr Unentdecktes entdeckt II
    Perspektiven bildanalytischer Forschung – am Beispiel der jüdischen Jugendbewegung in der Weimarer Republik
    Prof. Dr. Ulrike Pilarczyk, TU Braunschweig
  • Die Jüdischen Friedhöfe in Niedersachsen, ein aktueller Situationsbericht
    Bodo Gideon Riethmüller, Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R.
  • Die Grabsteine der sechs Stiftsrabbiner des Fideikommisses Gans aus dem 19. Jahrhundert auf dem jüdischen Friedhof in Celle. Ihre Bedeutung im historischen Kontext
    Dr. Sibylle Obenau, Isernhagen
  • 15.00 – 15.30 Uhr Kaffeepause
  • 15.30 – 16.30 Uhr Unentdecktes entdecken
  • „…für eine Kleingemeinde sehr, sehr wertvoll…“ Das Kassabuch der jüdischen Gemeinde Rehburg und seine bleibenden Rätsel
    Gabriele Arndt-Sandrock, Evang. Akademie Loccum
  • Neue Foren der internationalen und regionalen Kooperation auf dem Gebiet der jüdischen Sachkultur: das „Netzwerk jüdisches Kulturerbe“ und das „Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte“
    Dr.-Ing. Katrin Keßler / PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke, Bet Tfila – Forschungsstelle, TU Braunschweig
  • Im Anschluss: Berichte aus dem AK und Planungen
  • 16.30 Uhr Ende der Tagung

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