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Synagogen in den USA – Geschichte und Gestalt 30.05.2017 | 18:30 Uhr - 20:00 Uhr

Sephardische Juden waren die ersten Synagogenbauer in Amerika, aschkenasische Juden folgten und spätestestens Mitte des 19. Jahrhunderts waren zahlreiche Bauten entstanden. Aufgrund der in der Verfassung garantierten Religionsfreiheit konnten die Juden ihre Gotteshäuser freier gestalten als in Europa. Mit wachsender Immigration, vor allem aus deutschsprachigen Ländern, entwickelte sich im Synagogenbau architektonischer Ehrgeiz – beeinflusst durch neue Ideen zur Liturgie, Design und neuen Materialien. Diese Entwicklung wurde ab den 1880er Jahren durch osteuropäische Einwanderer in Frage gestellt. Die Themen Orthodoxie, Stil und Moderne prägten die Diskussionen zwischen den Weltkriegen, während in jüngster Zeit Mischehen, ethnische Identifikation und Post-Moderne die Architektur beeinflussen. Prof. Dr. Carol Herselle Krinsky lehrt am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der New York University. Sie ist eine seit langem anerkannte Expertin für jüdische Architektur; ihr 1988 in deutscher Sprache erschienenes Buch „Europas Synagogen“ ist bis heute ein grundlegendes Werk. Veranstalter: Vortragsreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, TU Braunschweig, in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost

Referent/in

Prof. Dr. Carol Herselle Krinsky, New York

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