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Sanfte Röntgenaugen: Mikroskope mit Superauflösung 30.01.2017 | 18:30 Uhr - 20:00 Uhr

Für mehr als 100 Jahre schien die Auflösung von Mikroskopie mit Licht durch das Beugungslimit begrenzt. Höchste Auflösungen konnten nur mit Elektronen und Röntgenstrahlen erzielt werden. In den letzten Jahren gelang es in der Fluoreszenzmikroskopie, diese scheinbar unüberwindbare Grenze zu überschreiten, was u. a. mit dem Nobelpreis für Chemie 2014 belohnt wurde. Prof. Dr. Philp Tinnefeld wird auf anschauliche Weise erklären, welcher Zutaten es für die spannenden Entwicklungen in der Mikroskopie bedurfte und wie heute sogenannte Superauflösungsmikroskopie gemacht wird. Es sind damit beeindruckende neue Einblicke in die Biologie der Zellen möglich. Neue Herausforderungen bezüglich der Rückführung, der Qualitätskontrolle und der Demonstration von Superauflösungsmikroskopen werden nicht zuletzt von Braunschweiger Wissenschaftlern bearbeitet.

Prof. Dr. Philip Tinnefeld, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, ist seit 2010 Leiter der Arbeitsgruppe NanoBioSciences an der TU Braunschweig. Er studierte Chemie in Münster, Montpellier und Heidelberg. 2002 promovierte Philip Tinnefeld in Physikalischer Chemie an der Universität Heidelberg. Nach Forschungsaufenthalten in Leuven (Belgien) und an der University of California (UCLA, Los Angeles) fertigte er seine Habilitation in Physik an der Universität Bielefeld an. Von 2007 bis 2010 war er Professor für Biophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dann folgte er dem Ruf auf die Professur für Biophysikalische Chemie an die TU Braunschweig. Von Bedeutung sind vor allem seine Beiträge zur Einzelmoleküldetektion und zur Superauflösungsmikroskopie. In den letzten Jahren hat er sich verstärkt mit Anwendungen der DNA Nanotechnologie beschäftigt und funktionale molekulare Bauteile wie Nanolineale, Nanofederwaagen, Nanoadapter und plasmonische Signalverstärker entwickelt. Philip Tinnefeld erhielt verschiedene Auszeichnungen, darunter den Schloessmann Preis der Max-Planck-Gesellschaft und den Preis für Chemie der Göttinger Akademie der Wissenschaften.

Referent/in

Prof. Dr. Philip Tinnefeld, Institut für Physikalische & Theoretische Chemie – NanoBioSciences and Braunschweig Integrated Center of Systems Biology (BRICS) and Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), TU Braunschweig

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