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Neue Wege für die jüdische Musik 14.12.2016 | 18:00 Uhr - 19:00 Uhr

Vortrag mit Hörbeispielen im Rahmen der Ausstellung „Von Wolfenbüttel nach New York. Eine amerikanische Ausstellung über die Wissenschaft des Judentums“

Zur Ausstellung „Von Wolfenbüttel nach New York. Eine amerikanische Ausstellung über die Wissenschaft des Judentums“, die das Braunschweigische Landesmuseum noch bis zum 5. März 2017 in Zusammenarbeit mit dem Israel Jacobson Netzwerk, dem Leo Baeck Institute New York und der Technischen Universität Braunschweig zeigt, findet eine begleitende Veranstaltungsreihe mit namhaften Referenten statt. Die unterschiedlichen Beiträge vertiefen Themen der Ausstellung und stellen sie mit aktuellen Bezügen zur Diskussion.

Im Gefolge der Aufklärung erprobten jüdische Akteure im 19. Jahrhundert neue Formen des Judentums, um den veränderten Bedürfnissen der jüdischen Bevölkerung und den Erwartungen der christlichen Umgebungsgesellschaft zu entsprechen. Auch im Umgang mit der traditionellen Musik kam es zu einem gravierenden Wandel. Neue Wege wurden beschritten, die zu liturgischen Kompositionen im Stile abendländischer Kunstmusik, aber auch zur Reflexion und Historisierung der eigenen Tradition führten. Unter dem Einfluss der Wissenschaft des Judentums legten gelehrte Kantoren zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Grundstein für die moderne jüdische Musikforschung. Der Vortrag von Regina Randhofer wird diese Entwicklungen mit ausgesuchten Hörbeispielen zum Klingen bringen.

Die Referentin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Europäischen Zentrum für Jüdische Musik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Ein mehrjähriger Forschungsaufenthalt in Jerusalem begründete ihren Forschungs- und Interessensschwerpunkt in jüdischer Musik. Die Hochschule in Hannover und die Technische Universität Braunschweig haben erst kürzlich eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um das Thema „jüdische Kultur und Geschichte“ in gemeinsamen Projekten voranzubringen. Die Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur an der TU und das EZJM in Hannover arbeiten seit langem eng zusammen – in der Ausstellung im Braunschweigischen Landesmuseum ist zum Beispiel eine Hörstation mit synagogaler Musik zu erleben, die das EZJM konzipiert hat.

Referent/in

Regina Randhofer, Europäisches Zentrum für jüdische Musik, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

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