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Monster, Dämonen und Heilige – Hieronymus Bosch, Maler der Extreme 13.01.2017 | 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Der niederländische Maler Hieronymus Bosch gehört zu den herausragendsten Künstlern der Renaissance, im Jahr 2016 jährte sich sein Todestag zum 500. Mal. Berühmt geworden ist er vor allem durch seine phantastischen Bilderfindungen dämonischer Mischwesen, die er als Abgesandte der Hölle bei ihrem schändlichen Treiben zeigt.
Heute haben kunsthistorische Untersuchungen und naturwissenschaftliche Analyseverfahren zur Altersbestimmung der Maltafeln das als authentisch geltende Werk Boschs stark eingegrenzt. Dieser Eingrenzung sind etliche Bilder düsterer Höllenszenarien zum Opfer gefallen, der thematische Schwerpunkt seines Werkes hat sich zugunsten der traditionelleren Motive der christlichen Bildwelt verschoben. Doch auch diese stets innovativen Kompositionen haben die gleiche Aufgabe: Die moralische Belehrung der verworfenen Menschheit, die für ihr gottvergessenes, sündiges Treiben ihre gerechte Strafe in der Hölle finden wird.

Referent/in

Dr. Wiebke Schulz-Wackerbarth

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