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Mobility goes Additive – metallische Pulver als entscheidender Erfolgsfaktor für den 3-D-Druck von funktionellen Ersatzteilen für die Deutsche Bahn 14.11.2017 | 18:30 Uhr - 19:30 Uhr

Im Rahmen des Netzwerkes „Mobility goes Additive“ konnte die Deutsche Bahn bereits mehr als 1.800 Ersatzteile (Stand 2017) nach Redesign erfolgreich über externe Dienstleister additiv herstellen lassen. Eine deutliche Reduzierung von Reparaturzeiten bei gleichzeitiger Kostensenkung durch Teilersatz von nicht (mehr) verfügbaren Komponenten anstelle ganzer Baugruppen – der Ansatz mit additiv gefertigten Bauteilen im Rahmen des Ersatzteilmanagements ist bereits heute eine Erfolgsstory. Bisher lag der Fokus des Additiv Manufacturing (AM) hierbei überwiegend auf statisch belasteten Bauteilen aus Kunststoffen und Aluminium.
Der nächste konsequente Schritt wäre jetzt eine Umsetzung der additiven Fertigungstechnologie zu Reparaturmaßnahmen an bestehenden Bauteilen oder in der Ersatzteilfertigung von dynamisch beanspruchten Funktionsteilen „on time“. Hierbei könnten Prozeßtechnologien nac h ASTM F42 wie Direct energy depostion (DED) für großvolumige Bauteile oder Powder bed fusion (PBF) für filigrane Präzisionsteile verwendet werden. Die Werkstoffbasis für beide Prozeßtechnologien bilden hierbei überwiegend metallische Pulver mit unterschiedlichen Pulverfraktionen.
Ziel des Vortrages ist, unterschiedliche Herstellrouten für metallische Pulver und die daraus resultierenden prozeß- und anwendungsrelevanten Einflüsse im Gesamtsystem der additiven Prozeßtechnologien aufzuzeigen. Metallische Pulver und deren Qualität nehmen hierbei wesentlichen Einfluß auf die finale Bauteilqualität. Sie sind somit ein entscheidender Faktor auf dem Weg vom „Rapid Prototyting“ hin zum „Rapid Manufacturing“ – der Herstellung seriennnaher AM-Bauteile mit definiertem Eigenschaftsprofil.

Referent/in

Jürgen Küppershaus, BÖHLER-UDDEHOLM Deutschland GmbH

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