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MASCHINENETHIK – Können Maschinen moralisch sein? 09.05.2019 | 18:30 Uhr - 19:45 Uhr

In der neuen Vortragsreihe begleitend zur Sonderausstellung „Smarte neue Welt“ haben die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft und die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen Referenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen gewonnen, die weiterführende Informationen und Gedanken rund um das brandaktuelle Thema „Digitalisierung“ präsentieren.

Catrin Misselhorn lehrt seit April 2019 Philosophie an der Universität Göttingen. In ihrer Forschung befasst sie sich u. a. mit philosophischen Problemen der KI, Roboter- und Maschinenethik. Sie leitet eine Reihe von Drittmittelprojekten zur ethischen Bewertung von Assistenzsystemen in unterschiedlichen Bereichen, z. B. in der Pflege, in der Arbeitswelt und in der Bildung.

MASCHINENETHIK – Können Maschinen moralisch sein?
Während AI (artificial intelligence) zum Ziel hat, die kognitiven Fähigkeiten von Menschen nachzubilden oder zu simulieren, geht es bei der AM (artificial morality) darum, künstliche Systeme mit der Fähigkeit zu moralischem Entscheiden und Handeln auszustatten. Dies erscheint angesichts des technologischen Fortschritts immer wichtiger. Denn die Entwicklung zunehmend intelligenter und autonomer Technologien führt dazu, dass diese auch vermehrt mit moralisch problematischen Situationen konfrontiert sind. Mögliche Anwendungsbereiche sind künstliche Systeme, die im Service und in der Pflege eingesetzt werden; autonomes Fahren, aber auch militärische Anwendungen sind in der Diskussion. Doch während die einen die Entwicklung moralischer Maschinen euphorisch begrüßen, sehen die anderen einen menschlichen Kernbereich bedroht.
Literatur: Misselhorn, Catrin: Grundfragen der Maschinenethik, Stuttgart: Reclam 2018.

Referent/in

Prof. Dr. Catrin Misselhorn, Georg-August-Universität Göttingen

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