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Martin Heidegger – Dasein, „Man“, Angst, Sorge 20.10.2016 | 17:30 Uhr - 19:00 Uhr

Wir lesen das Grundlagenbuch der Philosophie des 20. Jahrhunderts, auch wenn Heidegger, politisch gesehen, Probleme bereitet. Nach diesem Buch ist das alltägliche Dasein des Menschen in der Welt dadurch ausgezeichnet, dass dieses Dasein sich fast nur an dem orientiert, was »man« denkt, liest, schreibt, tut, trinkt, sieht usf. Das Dasein hat kein Maß an ihm selbst, sondern an den Anderen. Das „Man“ bezeichnet eine Flucht des Daseins vor ihm selbst, vor dem, was es eigentlich sein kann. Die Anderen sind gleichsam seine Bestimmungsgrößen. Fundamental für das Dasein sind das jeweilige Befinden und Verstehen, die auch vom „Man“ durchdrungen sind. Während das Verstehen sich in der Aussage bekundet und auf den Begriff des Sagens und Sprechens und zur Rede, aber auch zum Gerede führt, zeigt sich das Befinden zuhöchst in der Angst, dem fundamentalen „Affekt“ des vergangenen Jahrhunderts.

Referent/in

Dr. Joseph G. Thomas

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