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Eine Philosophie des Sammelns für Biobanken 23.10.2018 | 19.00 Uhr - 20.30 Uhr

Weltweit leben immer mehr Mikroben, Pflanzen und Tiere „in der Bank“. Aber wie und warum leben sie dort? In Braunschweig befindet sich die größte europäische Mikrobensammlung DSMZ, am nahen IPK Gatersleben eine der wichtigsten Genbanken für Kulturpflanzen. Deren Experten stellen ihre Erhaltungsarbeit „am Lebenden“ vor und geben Einblicke in ihre Sammlungen.

Samen sammeln ist eine alte Kulturtechnik, die unter dem Siegel „Biodiversitätsschutz“ neu verhandelt wird. Auch wenn dabei biblische Formen der Lebendsammlung wie der Paradiesgarten oder die Arche Noah noch aufscheinen, sind doch die Objekte des Sammelns neu: z. B. Gene und kryo(kälte)konservierte Gewebe. Wie lange und für welche Zwecke werden Lebewesen und ihre Teile gesammelt? Sind sie „Untote“? Was darf man sammeln und was nicht? Welche Ideen von Welt und Natur liegen zugrunde? Die Veranstaltungsreihe thematisiert diese Fragen v. a. mit Blick auf Züchtung, Naturschutz und Biodiversität.

Referent/in

Prof. Dr. Nicole Karafyllis, Seminar für Philosophie, TU Braunschweig

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