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Bewegungslos, aber nicht tot: Kryokonservierte Pflanzen 13.11.2018 | 19.00 Uhr - 20.30 Uhr

Weltweit leben immer mehr Mikroben, Pflanzen und Tiere „in der Bank“. Aber wie und warum leben sie dort? In Braunschweig befindet sich die größte europäische Mikrobensammlung DSMZ, am nahen IPK Gatersleben eine der wichtigsten Genbanken für Kulturpflanzen. Deren Experten stellen ihre Erhaltungsarbeit „am Lebenden“ vor und geben Einblicke in ihre Sammlungen.

Tiefkühlung wie im Kühlschrank ist für Lebendsammlungen oft nicht kalt genug. Dann ist die Lagerung bei ultratiefen Temperaturen angeraten bzw. die Kryokonservierung. Diese Technik beflügelt viele utopische Fantasien, von einer ‚Auferstehung‘ nach dem Tod bis hin zum ewigen Leben auf Eis. Realiter wird sie in vielen Biobanken gerade des nichtmenschlichen Bereichs zur Erhaltung genetischer Ressourcen angewandt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Geschichte und Methoden der Kryokonservierung von Nutzpflanzen, etwa von Banane und Kartoffel. Zum Beispiel an der DSMZ in Braunschweig lagern viele Muster von pflanzlichem Gewebe in den typischen Tanks mit Flüssigstickstoff. Welche Vor- und Nachteile diese Methode der Langzeiterhaltung bietet, und warum sie für viele Pflanzen die Methode der Wahl ist, wird von einem führenden Experten erläutert.

Referent/in

Dr. Heinz Martin Schumacher, Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen

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