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Was macht ein „Genbanker“? Kulturpflanzen sammeln und aufbewahren für künftige Generationen 20.11.2018 | 19.00 Uhr - 20.30 Uhr

Weltweit leben immer mehr Mikroben, Pflanzen und Tiere „in der Bank“. Aber wie und warum leben sie dort? In Braunschweig befindet sich die größte europäische Mikrobensammlung DSMZ, am nahen IPK Gatersleben eine der wichtigsten Genbanken für Kulturpflanzen. Deren Experten stellen ihre Erhaltungsarbeit „am Lebenden“ vor und geben Einblicke in ihre Sammlungen.

An der bundeszentralen Genbank für Kulturpflanzen am IPK Gatersleben werden rund 150.000 Muster vorgehalten, von Getreiden über Ölsaaten bis hin zu Gemüsen. Sie sind kulturelles Erbe und Züchtungsoptionen zugleich. Der Vortrag des leitenden „Genbankers“ gibt Einblicke in die Erhaltungsarbeit: vom Sammeln und richtigen Aufbewahren der Samen bis hin zu Sonderlösungen für Pflanzen, die sich nur schwer konservieren lassen. Wie lange kann eine Pflanze im Einweckglas „schlafen“? Woher weiß man, wann sie aufzuwecken ist? Wann muss sie wieder auf dem Feld verjüngt werden und wieso sind insektenbestäubte Pflanzen dabei ein Problem? In den letzten Jahren wandelte sich die klassische Samenbank zum Biologischen Ressourcenzentrum, was mit modernsten IT-Technologien einher ging. Sollten wir für zukünftige Generationen nur noch die Daten oder doch die Samen bewahren?

Referent/in

PD Dr. Andreas Börner, Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben

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