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Johann Heinrich Füssli: Grenzgänger zwischen Realität und Traumwelt 28.03.2018 | 17:00 Uhr - 19:00 Uhr

Johann Heinrich Füssli, der von den englischen Zeitgenossen als „Der wilde Schweizer“ bezeichnet wurde, gehört zu den interessantesten Künstlern des 18. Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten rankten sich düstere Geschichten und Gerüchte um den Maler und Schriftsteller, der sich nicht um Konventionen kümmerte.
„Sein Blick ist Blitz, sein Wort ein Wetter“, äußerte sich der Schweizer Theologe Johann Kaspar Lavater. Und auch Goethe bemerkte: „Was für eine Glut und Ingrimm“. Dies spiegelt sich auch in seinem Werk wieder. Seine oft düsteren, schwarz-romantischen Werke sind getragen von einem gekonnten Hell-Dunkel-Spiel und einer effektvollen Theatralik. Dadurch schaffte er es, die Empfindung des Erhabenen erlebbar zu machen. Seine Interessen waren vielseitig und sein Werk umfasst den Facettenreichtum des menschlichen Daseins: von der Erforschung des Unbewussten, über die Welt der Träume, der Mythen und des Aberglaubens bis hin zu den Spielarten der zwischenmenschlichen Beziehungen: Gewalt, Triumphe, Sehnsüchte, Leidenschaft und sadistische Erotik.
Im Zentrum unserer Annäherung an den Künstler und sein Werk steht sein berühmtes Werk „Nachtmahr“. Füssli vermischt hier seine eigenen Obsessionen mit Motiven aus der Kunst, der Literatur, dem Volksglauben und der Medizin. Die Werke Füsslis beindruckten nicht nur nachhaltig das Publikum seiner Zeit, sondern beeinflussten zahlreiche Künstler des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.

Referent/in

Michael Sagroske, M.A.

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