Kategorie: | Veranstaltungsgruppe:

Vornehme Freizügigkeit – Sinnliche Szenen des Rokoko 17.04.2019 | 17:00 Uhr - 19:00 Uhr

Jean-Jacques Rousseau bezeichnet den Stil des Rokoko als „perversen Gipfel der Verzeichnung und Verzerrung des Menschen“. Die dekadente Lebensform einer aristokratischen Elite passte nicht in sein aufklärerisches Weltbild. Doch gerade eines der zentralen Themen des Rokoko, die Liebe, zeigt aufklärerisch anmutende Züge. Man verstand sie im Rokoko sowohl als Befreiung des Individuums als auch der gesellschaftlichen Freiheit.

Aus der kraftvollen Dynamik des Barock entwickelte sich eine Verfeinerung des höfischen Lebens und aus der öffentlichen Darstellung des Lebens (Ludwig XIV.) entwickelte sich ein höfischer Eskapismus. Der Rückzug ins Private brachte auch eine Kultivierung und Verfeinerung des Lebens mit sich, das gepaart war mit einer vornehmen und zarten Sinnlichkeit. Die Feinsinnigkeit und Leichtigkeit, die nichts mit der von Kritikern angedichteten Frivolität zu tun hat. Hinzu kommt der Wunsch nach einem neuen Arkadien.

Neben einer kurzen Einführung in eine Zeit spannungsvoller Widersprüche, soll das Hauptaugenmerk auf die von Vornehmheit und Zartheit geprägten Sinnlichkeit der Kunst des Rokoko und ihrer emblematischen Symbolik gelegt werden. Dabei sollen ausgewählte Werke von Künstlern wie u. a. Jean-Honore Fragonard und Francoise Boucher oder Etienne-Maurice Falconet und Jean-Baptiste Pigalle näher betrachtet und miteinander verglichen werden.

Referent/in

Michael Sagroske, M. A.

Zur Website der Veranstaltung →
Veranstaltung im Kalender speichern →