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Hans-Sommer-Symposium: Begegnungen / Räume / Wirkungen / kulturelles Erbe 20.01.2018 | 10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Das eintägige, interdisziplinäre Symposium widmet sich unter dem Motto Begegnungen / Räume / Wirkungen / kulturelles Erbe dem facettenreichen Musikwissenschaftler, Komponisten, Mathematiker und Urheberrechtler Hans Sommer.

Das Leben Hans Sommers (1837-1922) zeigt viele Facetten. Als Musikwissenschaftler beschäftigte sich Sommer mit der Geschichte der Oper, dem Wert von Musik sowie, auf der Basis einer reichen Quellensammlung, mit der Braunschweiger Musikgeschichte (Edition der Oper Ludovicus Pius von Schürmann). Der Komponist Hans Sommer hinterlässt ein bemerkenswertes OEuvre in den Gattungsbereichen Lied, Oper und – klein aber fein – Kammermusik. Der Großteil seiner Musik wurde in den Musikverlagen Leede, Leipzig und Litolff, Braunschweig, veröffentlicht. Als nachhaltig kulturell Handelnder gründet er für seine Heimatstadt den Braunschweiger Patronat-Verein (Wagner-Verband) sowie den Braunschweiger Verein für Konzertmusik. An kulturpolitischen Unternehmungen ist in erster Linie sein starkes Engagement zum Schutze des Urheberrechts hervorzuheben. So begründet er zusammen mit Richard Strauss und Friedrich Rösch die Vorgängerinstitutionen zur GEMA, denen er teilweise auch vorstand. Der Mathematiker Hans Sommer schließlich erwarb sich mit seinen optischen Systemen große Verdienste in der Kamera-Produktion seines Stiefvaters Voigtländer. Mit der TU Braunschweig ist sein Name eng verbunden, weil er 1878 als Direktor des Braunschweiger Polytechnikums die Umwandlung in eine der ersten Technischen Hochschulen vollzogen hat.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein Konzertereignis mit dem Trio Imàge (Echo-Klassik-Preisträger), das die Kammermusik Hans Sommers eingespielt hat.

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