Kategorie:

Grundlagen und Standards psychologischer Forschung in der Krise 04.04.2019 - 05.04.2019 | 12:00 Uhr - 13:00 Uhr

Ist es tatsächlich eine Replikationskrise? Methodische und theoretische Probleme der Wissenschaft: Ausgehend von der aktuellen „Replikationskrise“ wollen wir theoretische und methodische Probleme der Psychologie diskutieren und die Frage aufwerfen, ob es sich bei der aktuellen Formation von Psychologie, wie auch anderen Geistes- und Sozialwissenschaften, in Teilen um Cargo Cult Sciences im Sinne Richard Feynmans (1974) handeln könnte. Cargo Cult Sciences nennt Feynman jene Wissenschaften, die die wissenschaftliche Methode der Form nach (perfekt) imitieren, ohne sie tatsächlich anzuwenden, sodass „… they follow all the apparent precepts and forms of scientific investigation, but they ´re missing something essential“ (Feynman 1974, Caltech´s commencement address). Kurzgesagt, wir wollen Fragen diskutieren wie:

  • In welchem Kontext sprechen wir worüber? (Wissenschaftsverständnisse und Gegenstandsbereiche);
  • Was könnten wir wie sagen? (Paradigmen und Theorien);
  • Was können wir womit sagen und was ist eigentlich Messen? (Methodologien, Methoden & Praktiken);
  • In welchem System sprechen wir in welcher Sprache worüber? (Formalisierung als Desiderat?).

Ziel dieser Tagung soll es sein, erste gemeinsame Begriffsklärungen und Positionen als Arbeitsgrundlage zu diesen Fragen und Themenbereichen zu erarbeiten. Als Arbeitsform sind moderierte Diskussionen auf Basis von ausgewählter wissenschaftlicher Literatur vorgesehen. Die öffentliche Keynote wird von Gabriel Abend, Universität Luzern, gehalten.

Zur Website der Veranstaltung →
Veranstaltung im Kalender speichern →