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Geschichte der Architektur: Bauwerke des BAROCK (II) in Italien 17.10.2016 | 18:00 Uhr - 19:30 Uhr

Wir unternehmen eine Zeitreise durch die einzelnen Epochen der Architektur- und Kulturgeschichte Europas. Ab Wintersemester 2016/2017 soll die Epoche des europäischen Barocks betrachtet werden. Der Stilbegriff „Barock“ (um 1600 – um 1750) geht auf das portugiesische Wort barocco zurück, das mit „schief“, „unregelmäßig“, „seltsam geformte Perle“ und „dem guten Geschmack nicht entsprechend“ übersetzt werden kann. Erst in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde baroque als Begriff für die Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts von den französischen Klassizisten benutzt. In den Schriften des Kunsthistorikers Jacob Burckhardt
(1818 – 1897) wurde der Begriff zum ersten Mal im Jahre 1855 als stilistische Bezeichnung benannt, allerdings mit negativer Behaftung. Durch Burckhardts Schüler Heinrich Wölfflin (1864-1945) erhielten die barocken Kunstwerke eine positive Beurteilung. In seinem epochalen Werk Kunstgeschichtliche Grundbegriffe versuchte Wölfflin eine genaue Abgrenzung. Mit dem Begriff „linear“ wurde die Renaissance bezeichnet, mit „malerisch“ der Barock.
Die Wiege des Barocks ist in Rom zu finden. In Rom wurde der mit den Richtlinien der Gegenreformation übereinstimmende Kirchenbau entwickelt. So beginnen wir mit dem Schlüsselbau der Jesuitenkirche „Il Gesù“, danach fortgesetzt mit der barocken Stadtplanung in Rom.
Mittels Dia-Aufbereitung und Power-Point-Präsentation gehen wir gemeinsam der Frage nach, wie Bautypen und Bauformen infolge wirtschaftlicher und technischer Möglichkeiten zu den verschiedenen Zeiten entstehen, sich entwickeln und von jüngeren Typen und Formen verdrängt werden. Durch ausgewählte Dias aus älteren und neuesten Literaturabbildungen sollen die wichtigsten Bauwerke nach den Parametern der FUNKTION, KONSTRUKTION und GESTALTUNG (utilitas, firmitas, venustas) untersucht und analysiert werden.

Referent/in

Dr. Hannes Thorhauer

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