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Die vierte Dimension: von der Zeitmessung zur Satellitennavigation 21.11.2016 | 18:30 Uhr - 20:00 Uhr

Die besten Atomuhren sind heute so genau, dass sie nach 30 Millionen Jahren um weniger als eine Sekunde falsch gehen und sie werden alle 10 Jahre um noch einmal eine Größenordnung genauer. Damit erlauben Zeit- und Frequenzmessungen die genauesten Messungen überhaupt. Sie führen zu neuen Ufern in der Wissenschaft und zu vielfältigen neuartigen Anwendungen für jedermann. Prof. Dr. Fritz Riehle erläutert die Gründe für die rasante Entwicklung an verschiedenen Beispielen wie dem Navi, wo nur die genaue Messung der Zeit als vierte Dimension eine genaue Bestimmung des Ortes in den drei Raumdimensionen erlaubt. Ein Ausblick in die Zukunft wird zeigen, wie Laseruhren zu neuartigen Anwendungen in der Geodäsie für Umwelt- und Klimaforschung führen.

Prof. Dr. Fritz Riehle leitet seit 2000 die Abteilung „Optik“ der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), in der u. a. das Themengebiet „Zeit und Frequenz“ bearbeitet wird. Fritz Riehle studierte an der Technischen Universität Karsruhe, wo er 1975 sein Diplom in Physik erhielt, 1977 promovierte und sich 1981 habilitierte. Von 1982 bis 1987 adaptierte er bei der PTB den Berliner Elektronenspeicherring BESSY als berechenbare Lichtquelle für die Radiometrie. Seit 1987 arbeitet Fritz Riehle an optischen Längen- und Frequenznormalen und optischen Atomuhren. Seit 2010 ist er Honorarprofessor an der Leibniz Universität Hannover.

Referent/in

Prof. Dr. Fritz Riehle, Abteilung Optik, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig

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