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Die Meere und die Entwicklung des Lebens in der Erdgeschichte 01.12.2016 | 18:45 Uhr - 20:00 Uhr

Jeder weiß: „Alles Leben entstand im Meer“. Wirklich? Im Vortrag werden alternative Vorstellungen zur Entstehung des Lebens auf der Erde vorgestellt.
Nachdem die ersten Zellen entstanden waren, gab es die erste Entwicklungskrise des jungen Lebens, verbunden mit der Entwicklung der Photosynthese und der Freisetzung von Sauerstoff als „Abfallprodukt“. Aus der Krise ging ein neuer Stoffwechseltyp als Sieger hervor. Er bot die Voraussetzung zur Bildung vielzelliger Organismen. Diese Evolutionsschritte fanden im Meer statt.
Am Ende des Präkambriums hatte sich in den Meeren die Mehrzahl der heute noch existierenden Tierstämme entwickelt. Im Oberkambrium, vor ca. 500 Millionen Jahren, entstanden dann die ersten, noch kieferlosen Wirbeltiere. Sie waren die Vorläufer der Fische, von denen sich ein Zweig zu den Landwirbeltieren entwickelte. Nicht wenige von diesen (z.B. Schildkröten, Schlangen, Fischsaurier, Pinguine, Wale, Seekühe und Robben) schlugen später den Weg zu einem sekundären Leben im Meer ein.
Die Rolle des Meeres für die Evolution des Lebens kann also gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Im Vortrag werden anhand charakteristischer Lebewesen die wichtigsten Anpassungen beschrieben, die ein Leben im speziellen Medium „Meerwasser“ von seinen Bewohnern erfordert, und die daher in unterschiedlicher Weise in den verschiedenen Erdzeitaltern realisiert wurden.

Referent/in

Prof. Dr. Ulrich Joger, Staatliches Naturhistorisches Museum, Braunschweig

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