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„Der Styl ist so entsetzlich“ Friedrich Gerstäcker als Reiseschriftsteller bei der Afrikareise von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha im Kontext der Forschungsreisen des 19. Jahrhunderts 11.01.2018 | 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Anfang 1862 lud Herzog Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha Friedrich Gerstäcker ein, ihn auf seiner »Reise […] nach Ägypten und den Ländern der Habab, Mensa und Bogos« zu begleiten. Im Laufe der Reise schrieb Gerstäcker kurze, farbige Schilderungen der verschiedenen Stationen, die noch während des Aufenthalts in Afrika in deutschen Zeitungen erschienen, darunter auch in den Gothaer Zeitungen und der Coburger Zeitung. Gerstäckers Veröffentlichungen verschafften der Expedition eine große Publizität in Deutschland. Die Reisegesellschaft, die am 28. Februar 1862 von Triest aus in See stach (Rückkehr nach vielen Strapazen am 30. Mai) bestand aus: Ernst, seiner Frau Alexandrine, zwei Neffen, Friedrich Gerstäcker, der Frau des Zoologen Alfred Brehm, dem Zeichner Kretschmer und einem kleinen Hofstaat nebst Dienern und Zofen. Der Zoologe Alfred Edmund Brehm, Verfasser von »Brehms Tierleben«, war schon vorausgefahren, um die Expedition logistisch vorzubereiten. Diese Reisebegleitung mit all ihren Unwägbarkeiten und auch unangenehmen Erfahrungen von Gerstäcker und Brehm ist im Kontext der Forschungsreisen des 19. Jahrhunderts zu sehen, die im Übrigen auch ein heftig umstrittenes Thema der damaligen Politik und Wissenschaftskultur waren.

Referent/in

Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

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