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Der Meeresboden als Global Player: Wie er entsteht und was aus ihm wird 03.11.2016 | 18:30 Uhr - 20:00 Uhr

Mehr als 50 % der festen Oberfläche (“Kruste”) der tektonischen Platten unseres Planeten besteht aus Gesteinen, die an den sog. Mittelozeanischen Rücken aus dem Erdinneren gefördert wurden. Dabei werden sowohl Wärme als auch chemische Energie freigesetzt, die u.a. die Grundlage für exotische Ökosysteme und die Bildung von Lagerstätten liefert. Nach ihre Entstehung verweilt die Kruste im Durchschnitt ca. 65 Millionen Jahre am Meeresboden und wird ständig von oben (vom Meerwasser) und unten (aus dem Erdmantel) modifiziert. Welche Rolle spielt die Ozeankruste im Erdsystem auf geologischen Zeitskalen? Wird Plattenproduktion von Klimaveränderungen beeinflusst oder umgekeht? Funktionierte die Plattenproduktion in der Vergangenheit ähnlich wie heute? Um diese und ähnliche globale Fragen zu beantworten, müssen wir detaillierte Kenntnissen des Meeresbodens erlangen. Leider hat jeder Mensch mehr Kenntnisse über seine eigene Stadt (wie sieht sie aus, was passiert dort, wo kann man was finden, wie kommen die Bewohner von A nach B usw.) als die ganze Menschheit über die Tiefsee. Wie wir diese Situation ändern wollen und welche spannenden Ergebnisse uns erwarten, werde ich in meinem Vortrag nachgehen.

Referent/in

Prof. Dr. Colin Devey, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel

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