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Automatischer Luftfrachttransport in niedrigen Flughöhen – Konzepte für preiswerten Gütertransport mit Drohnen 30. November 2020 | 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) hat zwischen 2016 und 2019 ein Forschungsprojekt zu Frachtdrohnen mit einer Nutzlast von einer Tonne durchgeführt. Das Projekt nutzte einen neu etablierten Ansatz für operationelle Risiken und führte eine neue Perspektive für die Regulierung der Sicherheit der unbemannten Luftfahrt ein. Das Verfahren des so genannten „Specific Operations Risk Assessment“ (SORA) bestimmt zunächst das Risiko, das die Drohne für ihre Umgebung darstellt und definiert dann den Nachweisprozess, die Anforderungen an den Hersteller und den Betreiber zur Gewährleistung der für die Mission notwendigen Sicherheit. Das Projekt ging von zwei grundlegenden Betriebsgrenzen aus, um das operationelle Risiko zu reduzieren: Flüge in sehr niedrigen Höhen unterhalb des üblichen Flugverkehrs und nur über dünn besiedelten Gebieten. Gleichzeitig wurden die Grenzen des SORA-basierten Ansatzes hinsichtlich der Risikoskala für schwerere Luftfahrzeuge in Frage gestellt. Die Konzepte waren ausgereift genug, um das Design, den Bau und den Test eines der größten Drohnenprototypen für den Transport zu ermöglichen, der auf einem ultraleichten Tragschrauber basiert. Im Vortrag werden Details zum Konzept und dafür geeignete Flugzeugkonfigurationen vorgestellt, technologische Entwicklung beleuchtet sowie Systemarchitekturen und ein sicherer Betrieb diskutiert.

Referent/in

Johann C. Dauer und Dr. Sven Lorenz, Institut für Flugsystemtechnik, DLR Braunschweig

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