Architekturpositionen: Wechselwirkungen 24.10.2017 | 18:30 Uhr - 20:00 Uhr

raumzeit wurde 2003 von Jan Läufer, Gunnar Tausch und Friedrich Tuczek gegründet und 2009 als Gesellschaft von Architekten eingetragen. Die Partner kennen sich aus dem Studium an der TU Berlin und haben zuvor als angestellte Architekten wie als Wissenschaftliche Mitarbeiter gearbeitet. Der Austausch zwischen der Tätigkeit in der Architekturlehre und dem eigenen Entwerfen ist auch weiterhin kennzeichnend. raumzeit arbeitet an der Schnittstelle von Städtebau und Hochbau. Das Büro nimmt regelmäßig und erfolgreich an Wettbewerben teil. Auch die realisierten Projekte für die Universität Kassel und die Landesgartenschau Deggendorf folgen aus gewonnenen Wettbewerben. Die Arbeit von raumzeit wurde unter anderem mit dem Fassadenpreis des FVHF und dem Deutschen Brückenbaupreis ausgezeichnet.

Das Spektrum der bearbeiteten Aufgaben reicht von städtebaulichen Projekten über Universitätsbauten (Hörsaalzentrum, Fakultätsgebäude) bis hin zu einer Fußgängerbrücke über die Donau. Aus der Konfrontation mit unterschiedlichen Aufgaben, wie sie für die Arbeit an Wettbewerben üblich ist, resultiert eine wiederkehrende Beschäftigung mit typologischen Fragestellungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Arbeit von raumzeit untersucht Möglichkeiten der Struktur- bzw. Musterbildung auf verschiedenen Maßstabsebenen. Dabei geht es um die Verbindung von der städtebaulichen zur architektonischen Ebene, aber auch darum, die jeweils möglichen Freiheitsgrade in einem Projekt auszuloten. Gemeinsam ist den Projekten ein besonderes Interesse an Raumbildung bzw. an raumbildender Konstruktion.

Friedrich Tuczek
Studium an der TU Berlin, Diplom 1996. DAAD-Postgraduiertenstipendium 1996-98. Master of Architecture am SCI-Arc, Los Angeles 1998. Danach Mitarbeit bei Frank O.Gehry und Neil Denari. 1999-2001 Mitarbeit bei Hascher Jehle. 2001-06 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Kassel am Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion von Brigitte Händisch. 2003 Bürogründung raumzeit. 2005-09 Dissertation ‚deep plan‘ bei Brigitte Händisch und Manfred Grohmann, die Arbeit untersucht Gebäudetiefe als wesentlichen typologischen Parameter am Beispiel moderner Geschossbauten. Promotion zum Dr.-Ing. 2010. Mitglied im BDA Berlin seit 2010. Seit 2016 Professur für Entwerfen, Architekturtheorie und -geschichte an der Hochschule Koblenz.

Referent/in

Friedrich Tuczek, raumzeit, Berlin

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