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Architekturpositionen: IKEA-Klassizismus 10.04.2018 | 18:30 Uhr - 20:00 Uhr

Seit den neunziger Jahren wird die zeitgenössische Architektur mit einem widersprüchlichen Phänomen konfrontiert. Architekten werden einerseits gefragt, sehr neutrale und anonyme Gebäude zu produzieren, die sich verschiedenartigen Nutzungen anpassen können. Andrerseits wird von ihnen gefordert, höchst spezifische Gebäude zu entwerfen, die durch ihre besondere Räumlichkeit leicht zu identifizieren sind.

Atelier Kempe Thill – im Jahr 2000 von den beiden deutschen Architekten André Kempe (Freiberg, *68) und Oliver Thill (Karl-Marx-Stadt, *71) gegründet – wählen dieses moderne Paradox sehr bewusst als den Ausgangspunkt für ihre Arbeit. Das Büro ist bemüht, Strukturen zu entwerfen, die sowohl neutral und ökonomisch als auch zugleich spezifisch und innovativ sind. Ziel dieser Arbeit ist es, eine “Spezifische Neutralität” zu schaffen, die der Architektur die Möglichkeit einräumt, die versteckte Vitalität unserer Zeit auszudrücken.

Das Architekturbüro Atelier Kempe Thill arbeitet heute mit einem Team von rund 15 Architekten an verschiedene Projekten für öffentliche Gebäude, Wohnungsbau und Städtebau in den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Österreich, Schweiz, Marokko, Frankreich und Ägypten.

Referent/in

Oliver Thill, Atelier Kempe Thill, Rotterdam

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