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Antrittsvorlesung „Psychisch fit oder gehandicapt im Job? – Menschliche Leistungsfähigkeit in der digitalisierten Arbeitswelt“ 06.02.2019 | 17:00 Uhr - 18:30 Uhr

Die moderne Arbeitswelt erfordert mehr denn je psychomentale Fähigkeiten von Mitarbeitern aller Hierarchieebenen. Arbeitsunfähigkeiten aufgrund psychischer Erkrankungen haben in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Dabei liegt jedoch die Prävalenz psychischer Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung seit Jahrzehnten stabil bei etwa 30 %. Führungskräfte und Arbeitsteams stehen – neben ihren inhaltlichen Tätigkeiten – zunehmend vor der Herausforderung, gesundheitsbezogene Aufgaben zu meistern: Arbeitsplätze sollen im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes physisch und psychisch gesund gestaltet werden, die Wiedereingliederung von arbeitsunfähig erkrankten Mitarbeitern soll vom Arbeitgeber initiiert und umgesetzt werden. Da stellt sich die Frage, was eigentlich „psychische Belastung“ und „psychische Leistungsfähigkeit“ ist, wie man diese beschreiben und was man im Fall einer Fehlbelastung tun kann.

Die Vorlesung gibt einen konzeptuellen und empirischen Überblick über Arbeitsprobleme im Zusammenhang mit psychomentalen Leistungsanforderungen. Ein im Bereich der Sozialmedizin etablierter und international validierter Ansatz einer fähigkeitsorientierten Beschreibung von Leistungsfähigkeit wird eingeführt. Dieser basiert auf dem modernen Verständnis von Gesundheitsproblemen, das sich seit der Einführung der Internationalen Klassifikation für Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF, WHO, 2001) etabliert hat. Berichtet wird über praktische Kurzinstrumente, die zur Beschreibung von (Leistungs-)Fähigkeiten und Arbeitsanforderungen entwickelt und evaluiert wurden. Sie können in Bereichen der Forschung, Arbeitsmedizin, Begutachtung und verschiedenen Beratungssettings nutzbar gemacht werden.

Referent/in

Prof. Dr. Beate Muschalla, Institut für Psychologie

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