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Amerika entdeckt die italienische Renaissance 15.02.2017 | 19:00 Uhr - 20:30 Uhr

Der amerikanische Kunsthistoriker und Kunsthändler Bernard Berenson war der erste Kunsthistoriker, der sich auf die italienische Renaissance spezialisierte. Geboren wurde Berenson 1865 in Litauen. 10 Jahre später wanderte er mit seiner Familie nach Boston, USA aus. Nach dem Abschluss eines Literaturstudiums in Harvard engagierte ihn Isabel Stewart Gardner mit dem Auftrag, für ihre Sammlung Kunstwerke in Europa zu finden. In kurzer Zeit hatte Berenson für über drei Millionen Dollar eine Kollektion von sakraler Kunst des Mittelalters und der italienischen Renaissance erworben, die heute zum Bestand großer amerikanischer Museen gehört. Gleichzeitig schrieb er bahnbrechende Monografien über die Kunst der Renaissance in Florenz und Venedig. Ab 1900 wohnte er mit seiner langjährigen Lebensgefährtin und späteren Frau in der Villa I Tatti in Fiesole bei Florenz. Hier sollte der mittlerweile zum gefragten Kunstkenner avancierte Berenson den größten Teil seines Lebens verbringen, selbst im Zweiten Weltkrieg verließ er Italien nicht und starb hier – vielfältig geehrt – erst im Jahre 1959. Seine Villa mit ihrem großen Park, die eigene Gemäldesammlung und die gelehrte Bibliothek stiftete er der Harvard-Universität.

Prof. Dr. Erich Unglaub wird in seinem Vortrag den Werdegang des amerikanischen Kunsthistorikers verfolgen und sein Wirken und seine Verdienste um die Erforschung der italienischen Renaissance beleuchten. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft Braunschweig durchgeführt.

Referent/in

Prof. Dr. Erich Unglaub

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